Mit Worst-Case-Szenarien kennen sie sich aus bei Hertha BSC. Sportlich und wirtschaftlich ging schließlich einiges schief in jüngerer Vergangenheit. Kein Wunder also, dass Geschäftsführer Thomas E. Herrich nach dem bitteren 1:2 gegen Schalke 04 die brisante Frage nach möglichen Lizenzproblemen im Falle eines Abstiegs in die 3. Liga recht souverän mit einem verbalen Allgemeinplatz umschiffen konnte.
«Wir sind für alle Szenarien, die möglich sind, gewappnet und bereiten die vor, in jegliche Richtung, das ist sonnenklar», sagte Herrich. Natürlich ist die Drohkulisse eines kompletten Absturzes noch im Konjunktiv zu verorten. Das Was-Wäre-Wenn haben sie in Berlin aber zuletzt immer wieder recht flott im negativen Sinne in der Realität durchexerziert.
Die Niederlage gegen Königsblau passte auch mit allen Facetten zur Dramaturgie eines sportlichen Absturzes. In der ersten Halbzeit in jeglicher Hinsicht wie schon beim 0:4 in Elversberg nicht zweitligatauglich, im zweiten Abschnitt viel besser, aber mit einer Mischung aus Pech und offensiver Inkompetenz in der Summe glücklos. Das war schon vor zwei Jahren in der Bundesliga ein giftiger Fußball-Cocktail.