Wieder verlässt ein hoch veranlagter Jungprofi Hertha BSC, doch Abgänge wie der von Juwel Kennet Eichhorn (16) sind für den Berliner Zweitligisten in der aktuellen Lage kaum zu vermeiden. «Es gehört dazu und wird unser Weg sein, Spieler auszubilden und sie dann idealerweise lange bei uns zu entwickeln – aber irgendwann kommt der Punkt, an dem sie den nächsten Schritt gehen», sagte Sportdirektor Benjamin Weber schon vor einigen Wochen.
Dass Eichhorn diesen Schritt noch früher machen würde als andere Talente, war da schon klar. Zu stark hatte der Teenager in seiner ersten Profi-Saison aufgespielt. Zu viel Potenzial für noch höhere Aufgaben angedeutet. Der gebürtige Bernauer wurde zum jüngsten Zweitliga-Spieler und -Torschützen und gilt als große Zukunftshoffnung des deutschen Fußballs. Schon im vergangenen Sommer hatte Hertha einige Überzeugungsarbeit für einen Verbleib in der Hauptstadt leisten müssen.
«Natürlich hätten wir einen so unfassbar talentierten Spieler gerne weiterhin mit der Fahne auf der Brust gesehen. Nichtsdestotrotz macht es uns sehr stolz, dass wir ihn bis hierhin in seiner Entwicklung begleiten durften», sagte Weber nun.