Die Schuldzuweisungen innerhalb der Mannschaft mehren sich, der Trainer ist «angefressen» – bei Hertha BSC ist nach dem verpassten Aufstieg die Stimmung mies. Der für den Sommer proklamierte Umbruch wird für die Berliner zur Richtungsentscheidung und die noch verbleibenden zwei Saisonspiele in der 2. Liga werden zum Charaktertest.
«Es ist zu wenig von allem, dann verliert man zu Recht», sagte Luca Schuler nach der 0:1-Niederlage beim Abstiegskandidaten 1. FC Magdeburg, «es reicht halt aktuell einfach nicht und da müssen wir uns halt hinterfragen, woran das liegt.»
Sicher hängt die Enttäuschung über das verpasste Saisonziel Aufstieg weiter über dem Team, das in den vergangenen vier Partien lediglich einen Punkt bei einem erzielten Tor geholt hat. Doch anders als nach früheren Enttäuschungen in der Rückrunde, in der Hertha lediglich fünf Siege bei fünf Unentschieden und fünf Niederlagen mit insgesamt 20 Punkten gelangen, wird jetzt die Qualitätsfrage innerhalb der Mannschaft gestellt.