Hertha-Kapitän Fabian Reese sackte nach dem Abpfiff auf den Rasen nieder und riss sich frustriert das Stirnband vom Kopf. Auch bei Mitspieler Paul Seguin war die Enttäuschung nach der nächsten vergebenen und vielleicht letzten Gelegenheit im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga riesig.
«Vom Gefühl hatte ich dieses Spiel schon tausendmal in dieser Saison. Wir kriegen es irgendwie nicht hin, die entscheidenden Dinger dann auch mal reinzumachen», sagte der Mittelfeldspieler nach dem 0:1 (0:0) gegen den 1. FC Kaiserslautern im heimischen Olympiastadion. «Dann kriegst du ein Glücks-Gegentor von denen und du läufst wieder hinterher.»
Wie schon so oft in dieser Saison verpasste die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl die Chance, wirklich nah an die Aufstiegsränge heranzukommen. Der Abstand auf Relegationsrang drei kann an diesem Spieltag wieder auf acht Zähler anwachsen, wenn es schlecht läuft. Die kleine Aufholjagd der Hertha in den letzten Wochen könnte fünf Spieltage vor Schluss endgültig vorbei sein. «Wir müssen ehrlich sein, es wird sehr schwer, eigentlich fast unmöglich», sagte Seguin.