Beim Vorstand Sport der Füchse Berlin wollte trotz des deutlichen Heimsieges am Sonntag in der Handball-Bundesliga keine so richtige Jubelstimmung aufkommen. «Ich will nicht das Haar in der Suppe suchen, aber mir haben bei einigen Spielern ein paar Prozente gefehlt. Es waren ein paar Sachen, die mir nicht gefallen haben», sagte Stefan Kretzschmar trotz des klaren 39:32-Heimsieges gegen den HC Erlangen.
Der sportliche Leiter des Tabellenführers hatte vermutlich schon das Spitzenspiel am kommenden Sonntag beim direkten Verfolger SC Magdeburg im Kopf. «Da bedarf es schon einer starken Steigerung», forderte er. Besonders die Abwehr agierte nicht so, wie es sich die Verantwortlichen gewünscht hätte. «Wir verlieren über große Teile des Spiels den Zugriff in der Abwehr», klagte Trainer Jaron Siewert.
Gerade in diesem Bereich könnte aber Fabian Wiede helfen. Der 30-Jährige hatte gegen Erlangen nach gut fünfmonatiger Verletzungspause sein Comeback gefeiert. «Er hat uns in der Abwehr extrem viel Stabilität gegeben. Da war er bis zu seiner Verletzung auf sehr hohem Niveau», fand Kretzschmar. Natürlich kann Wiede dieses Level nicht sofort wieder erreichen, aber «er ist ein Fighter, der vorne und hinten immer alles gibt», lobte ihn sein Coach.