Das Pokalwochenende hatten sich die Handballer der Füchse Berlin sicherlich anders vorgestellt. Mit dem Traum vom zweiten Pokalsieg zum Final Four in Köln angereist, landeten die Berliner nach zwei Niederlagen auf dem letzten Platz. «Gestern war die Enttäuschung größer. Aber klar wollten wir gewinnen. Wir haben alles reingepackt und sind jetzt natürlich enttäuscht», sagte Kapitän Paul Drux. Vorstand Sport Stefan Kretzschmar ergänzte nach dem 28:31 (19:15) gegen die SG Flensburg-Handewitt am Sonntag im Spiel um Platz drei: «Das tut uns weh.»
Die Füchse konnten in beiden Partien nie ihre Topform abrufen. Am Ende gegen Flensburg waren mit dem kleinen Kader aber auch die Kraftreserven aufgebraucht. «Im Angriff ist uns dann so ein bisschen die Leichtigkeit verloren gegangen. Natürlich waren wir hochbelastet und die Zweikämpfe fielen dann nicht mehr ganz so leicht. Hinten raus hatten wir vielleicht keine Puste mehr», sagte Trainer Jaron Siewert.
Für Kretzschmar hatte die Partie um Platz drei aber ohnehin keinen großen Wert. «Das hat keinen großen sportlichen Charakter für Gewinnermannschaften, die das Maximale erreichen wollten», sagte er. Denn mehr noch schmerzte die 25:30-Halbinalniederlage gegen den SC Magdeburg am Samstag. «Wenn du sie schlagen möchtest, musst du sie ins Nachdenken bringen, was uns von der ersten Sekunde an leider gar nicht gelungen ist. Der Start war schon verheerend für uns», klagte Kretzschmar.