Seine Silbermedaille nahm Mathias Gidsel schon kurz nach der Ehrung wieder ab. Zu groß war beim Welthandballer und seinen Handball-Kollegen der Füchse Berlin die Enttäuschung nach dem erneut geplatzten Traum vom Gewinn der Champions League. Während der FC Barcelona mit dem 37:34 (20:16) gegen den Hauptstadt-Club ausgelassen seinen 13. Triumph in der Königsklasse feierte, müssen die Berliner in der kommenden Saison einen erneuten Anlauf auf den ersehnten Titel nehmen. Trotz einer starken Aufholjagd reichte es für die Füchse auch bei ihrer zweiten Endspielteilnahme wieder nur zu Platz zwei.
«Ich bin leer, körperlich und emotional», sagte Gidsel, der als bester Torschütze der Königsklasse ausgezeichnet wurde, bei DAZN. «Das tut extrem weh. Wir haben alles probiert und gekämpft, deswegen stehen wir hier auch alle und sind leer.»
Während der dänische Olympiasieger, Welt- und Europameister in der ersten Halbzeit nicht so zündete, schlugen die Katalanen mit einer nahezu perfekten Vorstellung in den ersten 30 Minuten die Füchse mit ihren eigenen Mitteln. Zudem lief Gidsels dänischer Auswahlkollege Emil Nielsen wieder mal zur Höchstform auf. «Er ist mit Abstand der beste Torhüter der Welt», so Gidsel.