Wie ein Häufchen Elend kauerte Pascal Klemens kurz vor Mitternacht im Strafraum. Mit dem Gesicht auf dem nassen Rasen prügelte Herthas Pechvogel nach dem vergebenen Elfmeter auf den Rasen ein. Auch im 41. Anlauf platzte der Traum der Berliner Fußballprofis vom Pokalfinale im eigenen Stadion zwei Schritte vor dem großen Ziel.
«Wir bauen den Jungen auf, es ist sicherlich keine leichte Situation für ihn. Wir fangen das auf als Team. Es ist natürlich trotzdem sehr traurig, dass wir dadurch nicht weitergekommen sind», sagte Kapitän Fabian Reese nach einem denkwürdigen Pokal-Viertelfinale gegen Bundesligist SC Freiburg.
Während die Freiburger um Pokalheld und Elfmeter-Killer Florian Müller zur eigenen Kurve rannten und von den Fans mit Bengalos und Gesängen frenetisch empfangen wurden, standen die niedergeschlagenen Spieler des Fußball-Zweitligisten wie versteinert vor ihren Anhängern. «In mir ist gerade viel Leere», berichtete Torhüter Tjark Ernst, der sich wie seine Mitspieler in ein Handtuch einhüllte und das Stadion so schnell wie möglich verlassen wollte.