Irgendwo auf den wenigen hundert Metern zwischen dem Schenkendorffplatz als Übungsgelände und dem Olympiastadion muss ein mysteriöses Form-Vernichtungsloch sein. Anders ist die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit, zwischen der von Cristian Fiél als x-tem Hertha-Coach erkannten tollen Trainingsleistungen und dem Pflichtspiel-Auftritt seiner Spieler nicht mehr zu erklären.
Heiß seien die Profis auf den Start in der 2. Fußball-Bundesliga, hatte Fiél beteuert, «bereit» für den Start der Mission Bundesliga-Rückkehr. Nach dem 1:2 gegen Paderborn musste sich der neue Chefcoach der Berliner dann wie viele seiner Vorgänger erst mal selber sammeln. Unerklärlich wirkte das Geschehen.
Diverse Hertha-Trainer wie Tayfun Korkut, Sandro Schwarz oder der immer wiederkehrende Pal Dardai hatten im Laufe der vergangenen Jahre von herausragenden Eindrücken in den Übungseinheiten erzählt - und dann den ausbleibenden Punkte-Ertrag beklagen müssen. Fiél fand sich nun gleich nach seinem Berliner Debüt in diesem Dilemma wieder.