Bei den Bochumern war die Erleichterung nach dem Richterspruch nicht zu übersehen - Union-Präsident Dirk Zingler aber will weiter kämpfen. Zweieinhalb Monate nach dem Feuerzeugwurf-Eklat von Berlin hat das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes im Berufungsverfahren entschieden, dass die eigentlich 1:1 ausgegangene Bundesliga-Partie mit 2:0 für Bochum zu werten sei.
Der VfL kann sich deshalb über zwei zusätzliche Punkte im Abstiegskampf freuen. Der 1. FC Union bleibt der Verlierer am Grünen Tisch, weil einer seiner Fans im Dezember den Bochumer Torhüter Patrick Drewes mit einem Feuerzeug beworfen hatte. «Man kann nur hoffen, dass es eine starke Signalwirkung hat», sagte VfL-Geschäftsführer Ilja Kaenzig nach der Verhandlung. «Das hat uns bewegt in den vergangene Wochen. Jetzt haben wir ein beinahe endgültiges Urteil. Da sind wir natürlich froh.»
Die Entscheidung hat Auswirkungen auf die Bundesliga-Tabelle, die am Saisonende entscheidend sein könnten. «Wir waren heute Zeuge eines Verfahrens, in dem erstmalig das Fehlverhalten eines Zuschauers zu einer Spielumwertung geführt hat. Und das trotz einer ordnungsgemäßen Beendigung des Spiels durch den Schiedsrichter. Die Schaffung dieses Präzedenzfalls war aus unserer Sicht Ziel des Kontrollausschusses», sagte Union-Boss Zingler in einer schriftlichen Stellungnahme.