Ex-Volleyballer Benjamin Patch, der 2020 sein Coming-out hatte, will Fußballprofis in Deutschland zu einem ähnlichen Schritt ermutigen. Es sei wichtig, «dass jemand in einer privilegierten Position, wie ein Profisportler, das Leben von jemandem oder den Verlauf der Geschichte beeinflussen kann, indem er sich einfach dafür entscheidet, so zu leben, wie er leben möchte», sagte der 29-Jährige der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. «Das ist eine sehr einfache Geste der Hoffnung für viele Menschen.»
Trotzdem sei kein Sportler jemandem ein Coming-out schuldig. Der frühere Diagonalangreifer vom Volleyball-Rekordmeister Berlin Volleys verwies aber auf seine eigenen positiven Erfahrungen. «Ich kann gar nicht genug betonen, wie wichtig es für jeden Menschen, ob Sportler oder nicht, ist, sich nicht so viele Gedanken zu machen und den Menschen nicht so viel Macht über seine Chancen zu geben, sein Leben zu leben», sagte der US-Amerikaner.
Sexualität werde als Thema in der Gesellschaft zu wichtig genommen. «Aber bis wir einen besseren Punkt in der Geschichte der Menschheit erreicht haben, habt etwas Mut. Geht einfach davon aus, dass euer Leben noch viel besser werden wird», sagte Patch, der auch Verständnis für das Zögern zeigte. Es erfordere viel Mut, sich von Konventionen zu lösen.