Auf einen Eklat mit einem Hausverbot für zwei ARD-Journalisten folgte eine zweieinhalbstündige Abrechnung von Matthias Große: Der Präsident der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft holte auf einer denkwürdigen Pressekonferenz zu einem Rundumschlag gegen die Medien aus. Währenddessen mussten Hajo Seppelt und Jörg Mebus am Fuße des Müggelturms hinter einem Gitter bleiben - und verharrten dort in einem Auto.
Seppelt und Mebus waren zuvor maßgeblich an einem kritischen Bericht der «Sportschau» zu Beginn der Olympischen Winterspiele beteiligt gewesen. In dem wurden der DESG Unregelmäßigkeiten vorgeworfen und über ein belastetes Verhältnis zwischen einigen Athleten und der Verbandsspitze berichtet.
Von der ARD, Journalisten-Verbänden und auch aus der Politik hagelte es Kritik an dem denkwürdigen Eklat mit dem Ausschluss der zwei Journalisten. «Die im Grundgesetz verbriefte Pressefreiheit ist ein hohes Gut. Dies gilt natürlich auch für den Bereich des Sports. Auch kritische Journalistinnen und Journalisten müssen in einer Demokratie grundsätzlich Zugang zu Pressekonferenzen erhalten. Die Bundesregierung setzt sich für Transparenz ein», sagte ein Sprecher aus dem Haus der Sport-Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) der Deutschen Presse-Agentur.