Das Ende ihrer Laufbahn verkündete Claudia Pechstein in Champagner-Laune. Elf Tage nach dem versöhnlichen Abschluss des Millionen-Streits mit dem Eislauf-Weltverband (Isu) erklärte die Berlinerin in ihrer Heimatstadt den Rücktritt vom Leistungssport. «Es reicht jetzt. Ich habe immer gesagt, wenn alles vorbei ist, höre ich auf. Damit kann ich die Schlittschuhe jetzt an den Nagel hängen und höre auf», sagte die fünfmalige Olympiasiegerin und sechsmalige Weltmeisterin auf einer Pressekonferenz - und hängte symbolisch zwei Schlittschuhe an zwei Kleiderhaken.
Künftig wolle sie als Trainerin und Beraterin weitermachen. «Ich stehe also noch auf dem Eis, aber nicht mehr als Sportlerin.» Seit Juni vorigen Jahres ist die 53-Jährige Stützpunkttrainerin in Inzell und hat große Ziele. «Ich möchte den Eisschnelllauf wieder erfolgreich machen», sagte sie im Restaurant Hauptmann unter dem beliebten Ausflugsziel Müggelturm. Dafür wolle sie ihre Erfahrung an junge Sportler weitergeben.
Zum Abschied vom Leistungssport posierte die Polizeihauptmeisterin der Bundespolizei gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Matthias Große und ihrem Manager Ralf Grengel - in der Hand hatte sie eine Flasche Sekt, bezeichnenderweise mit dem Namen Pechstein.