Eduard Geyer ist vom Fußball von Energie Cottbus unter Trainer Claus-Dieter Wollitz begeistert. Der ehemalige Trainer sieht sogar die jahrelangen Kräfteverhältnisse vor dem Topspiel in der 3. Liga gegen Dynamo Dresden verändert. «Dynamo Dresden war ja immer ein Aushängeschild des DDR-Fußballs, Cottbus war immer Provinz. Diesmal stehen die Vorzeichen etwas anders, vor allem nach dem überzeugenden Sieg von Cottbus in Bielefeld und Dynamos Niederlage gegen Viktoria Köln», sagte der 80-Jährige, der früher beide Clubs trainierte.
Für Geyer ist die Partie am Samstag (14.00 Uhr/Magentasport, mdr und rbb) auch eine Premiere - erstmals ist das Duell ein Spitzenspiel zwischen dem Tabellenersten und dem Zweitplatzierten. «In der Vergangenheit war Dynamo meistens Favorit bis Cottbus dann aufgestiegen ist», sagte Geyer.
Trotz der veränderten Vorzeichen sieht der letzte Nationalmannschaftstrainer der DDR keinen «richtigen Favoriten», allerdings müsse Cottbus «zu Hause die Dinger ziehen, wenn man aufsteigen möchte», sagte Geyer, der von dem «überzeugenden Fußball» der Mannschaft von Wollitz beeindruckt ist: «Wir sind alle überrascht. Aber es tut dem Fußball gut, wenn es Mannschaften gibt, die für Überraschungen sorgen - vor allem, wie sie gespielt haben.»