Der ehemalige NBA-Star Detlef Schrempf glaubt kurz vor dem Start der Heim-Weltmeisterschaft in Berlin an die Stärke der deutschen Basketballerinnen und traut ihnen Großes zu. Der inzwischen 63-Jährige ist begeistert von der Entwicklung im deutschen Frauen-Basketball. «Die werden immer besser und besser. Das ist schön zu sehen», sagte Schrempf in Berlin. «Wenn sie gut spielen und keine Verletzungen haben, dann haben sie eine Chance, eine WM-Medaille zu gewinnen». Vor allem die deutschen Spielerinnen, die in der nordamerikanischen Liga WNBA spielen, könnten den Unterschied machen, so Schrempf. Er werde eine Woche in Berlin zu Gast sein und das Team um die Topspielerinnen Leonie Fiebich und Nyara Sabally anfeuern. Die Basketball-Ikone hofft auch, dass das Berliner Publikum gleich vom ersten Spiel an «ordentlich Stimmung» machen und das Team zum Erfolg «tragen» wird. Zum WM-Start trifft das Team von Bundestrainer Olaf Lange am Freitag (17.45 Uhr) in der Berliner Uber Arena auf Vize-Europameister und Mitfavorit Spanien. Es ist wahrscheinlich schon das Schlüsselspiel um den Gruppensieg. Weitere Gegner der Auswahl des Deutschen Basketball Bundes sind am Samstag Japan und am Montag Mali. Der Gruppenerste schafft es direkt ins Viertelfinale, der Zweite und Dritte spielen in den Play Ins um die letzten Tickets für die Runde der letzten Acht. Das Interesse an der WM in der Hauptstadt ist riesig: Rund 200.000 Eintrittskarten sind bereits verkauft - so viele wie bei keiner Frauen-WM zuvor. Schrempf ist für die WM extra aus Seattle angereist, wo er mit seiner Familie lebt. Der gebürtige Leverkusener war der erste deutsche Basketballer, der 2021 in die Ruhmeshalle des Weltverbandes Fiba aufgenommen wurde. Schrempf spielte von 1985 bis 2001 in der nordamerikanischen Profiliga NBA, zunächst bei den Dallas Mavericks und den Indiana Pacers, dann bei den Seattle Supersonics. Bei den Portland Trail Blazers beendete er seine Spielerkarriere. 71 Mal stand Schrempf für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Parkett. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenWM-Auftakt gegen Mitfavorit Spanien