Der VfL Bochum darf sich nach der juristischen Aufarbeitung des Feuerzeugwurfs vorerst als Gewinner fühlen, doch Union Berlin legte nahezu umgehend Einspruch ein. 25 Tage nach dem Eklat beim unterbrochenen Bundesliga-Spiel (1:1) wertete das DFB-Sportgericht die Partie mit 2:0 für Bochum, deren Torwart Patrick Drewes durch ein von den Rängen geworfenes Feuerzeug verletzt worden war.
Der erwartete Einspruch der Berliner vor dem DFB-Bundesgericht ließ nur wenige Stunden auf sich warten. «Es ist schon schlimm genug, dass Personen bei Konzerten oder Sportveranstaltungen immer wieder Gegenstände auf Bühnen, in Innenräume oder auf den Rasen werfen», sagte Präsident Dirk Zingler. «Viel schlimmer ist es jedoch, wenn jemand versucht, sich aus diesen für keinen Veranstalter zu verhindernden Ereignissen einen Vorteil zu verschaffen.» Der eigentliche unsportliche Skandal habe nach dem Ereignis auf dem Rasen und heute vor Gericht stattgefunden.