Frank Schmidt ließ sich nicht locken. Alle Zahlenspiele beim Blick auf die Tabelle der Fußball-Bundesliga wollte der Trainer des 1. FC Heidenheim weiter ignorieren. Klassenerhalt. Das bleibt für den frechen Aufsteiger das einzige diskutable Saisonziel. Dabei könnte das Tableau längst andere Argumente liefern. «Das verbietet sich für uns als Aufsteiger», sagte Schmidt nach dem 2:2 bei Union Berlin am Samstag kategorisch.
Als Tabellenneunter rangierte Heidenheim nach den Samstagspielen zwei Punkte hinter einem Platz, der zur Teilnahme am Europapokal berechtigen könnte und elf Zähler vor dem Relegationsrang. Aber Prinzip ist Prinzip. Das kennen sie auch bei Union Berlin, wo sie Jahr für Jahr von der 40-Punkte-Marke als einzigem Ziel redeten - um dann dreimal ins internationale Geschäft einzuziehen.
In dieser Saison wird den Eisernen die vorsichtige Argumentation abgenommen. Sie liegen nach dem Remis weiter drei Zähler hinter Heidenheim in der unteren Tabellenhälfte. «Punkt ist Punkt», sagte Ersatzkapitän Rani Khedira nach dem Unentschieden gegen den Aufsteiger trotzig. «25 Punkte werden nicht reichen. Wir sind fokussiert auf den nächsten Gegner», sagte Trainer Nenad Bjelica.