Das Fußball-Zweitligaspiel zwischen Eintracht Braunschweig und Hertha BSC (1:1) ist von Ausschreitungen mit zahlreichen verletzten Polizisten und Fans überschattet worden. Nach Angaben der Eintracht habe am Samstag unter anderem ein fünfjähriges Kind einen Schock erlitten, nachdem es von der Polizei überrannt worden sei. Zum Ausmaß und zu den Ursachen der Auseinandersetzungen gibt es aber unterschiedlichen Darstellungen von Polizei, von Fanvertretern und vom gastgebenden Verein aus Braunschweig.
Die Polizei schrieb am Samstagabend in einer Bilanz von insgesamt 13 verletzten Polizeibeamten sowie mehreren Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs, tätlichem Angriff, gefährlicher Körperverletzung, versuchter Gefangenenbefreiung und Sachbeschädigung. Der Verein berichtet in seiner Mitteilung von einer «zweistelligen Anzahl» verletzter Anhänger, von denen «mindestens fünf Eintracht-Fans schwere bis sehr schwere Kopf- oder Gesichtsverletzungen erlitten und teils ambulant, teils immer noch stationär, in Braunschweiger Krankenhäusern behandelt werden mussten».