Nach dem ersten Sieg in der Euroleague mischte sich bei Alba Berlin neben viel Erleichterung auch eine gewisse Genugtuung. «Wir haben jedem gezeigt, dass wir in dieser Liga mithalten können. Viele haben über uns gesprochen, als wären wir das erste Team in der Euroleague, was kein Spiel gewinnen wird», sagte Kapitän Martin Hermannsson nach dem 84:79-Heimsieg gegen die Franzosen von Asvel Villeurbanne am Dienstagabend.
Nach drei Partien hat Alba damit den letzten Platz der Königsklasse wieder verlassen und zudem das zweite Erfolgserlebnis in drei Tagen erlebt. Und im Vergleich zur Fast-Blamage am Sonntag im Pokal bei Zweitligist Crailsheim sich auch gewaltig gesteigert. «Wir wollten einfach so ein bisschen das Glücksmomentum, was wir aus dem Crailsheim-Spiel bekommen haben, mitnehmen. Und das hat super funktioniert», sagte Guard Jonas Mattisseck.
Für Sportdirektor Himar Ojeda ist das Teil eines Reifeprozesses. «Wir hatten in Crailsheim viele schwierige Momente. Aber ich denke, wir sind daran gewachsen und haben uns verbessert», sagte der Spanier. Den neuen Schwung will Alba nun in die nächsten beiden Partien nehmen. «Ein extrem wichtiger Sieg für die Woche, die auch noch extrem anstrengend wird. Wichtig für die Motivation», sagte Mattisseck.