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Alba Berlin in München nach 72:74 gegen Bamberg enttäuscht

Alba-Kapitän Jonas Mattisseck ist trotz Finalpleite stolz auf sein Team / Foto: Sven Hoppe/dpa
Alba-Kapitän Jonas Mattisseck ist trotz Finalpleite stolz auf sein Team / Foto: Sven Hoppe/dpa

Alba Berlin ist nach der knappen 72:74-Niederlage gegen Bamberg beim Pokalfinale in München enttäuscht. Verletzungen und Ballverluste prägten die Vorbereitung.

Der Frust bei Alba Berlin nach dem verlorenen Pokalfinale war groß. «Die Enttäuschung ist sehr groß, denn wir haben uns viel vorgenommen. Dieses Mal hat es nicht gereicht», sagte Kapitän Jonas Mattisseck nach der denkbar knappen 72:74-Pleite beim Top Four in München gegen die Bamberg Baskets.

Dabei war der zwölfte Pokaltriumph zum Greifen nah. Fast die gesamte Partie lag der Rekordpokalsieger in Führung, verlor aber im Schlussviertel die Kontrolle über das Spiel. «Das macht es umso schmerzhafter. Der Titel wäre die Kirsche auf dem Kuchen gewesen», sagte Sportdirektor Himar Ojeda.

Alba stolz über Finaleinzug

Das müsse das junge Team jetzt erst einmal verarbeiten. «Vor allem mental», sagte Ojeda. Aber vielleicht geht das schneller als gedacht. Denn neben der Enttäuschung herrschte auch eine Menge Stolz. «Ich glaube, wir können sehr stolz sein, wie wir dieses Wochenende gespielt haben. Und stolz sein, dass wir ins Finale gekommen sind», sagte Mattisseck.

Denn das sei auch für Ojeda keine Selbstverständlichkeit nach dem Umbruch im Sommer und der Budgetreduzierung. «Das haben wir nur mit viel Arbeit und Glauben geschafft. Und darauf können wir stolz sein», sagte der Spanier, der besonders die jungen deutsche Akteure wie Mattisseck, Jack Kayil und Malte Delow lobte. «Sie haben das Team angeführt».

Verletzenmisere überschattete Vorbereitung

Zumal über dem Pokal-Wochenende auch eine Verletztenmisere lag. «Wir waren in den letzten zwei Wochen fast nur im Überlebensmodus. Wir haben Spieler verloren und konnten kaum trainieren. Hatten aber trotzdem Spiele», sagte Ojeda. Alba hatte in dieser Zeit keine Point Guards. Und «wenn du Point Guards verlierst, hast du automatisch mehr Ballverluste. Das hat uns sehr wehgetan», sagte Ojeda.

Die Zahl der Ballverluste im Halbfinale gegen Oldenburg (23) und gegen Bamberg (21) war sehr hoch. Am Pokalwochenende kehrten zwar mit Kayil und Bennet Hundt zwei Spielmacher zurück – allerdings ohne voriges Training. Da kommt es den Berlinern vermutlich jetzt gelegen, dass das nächste Pflichtspiel durch die Länderspielpause erst wieder am 6. März folgt.

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