Alba Berlin rennt derzeit in der Basketball-Bundesliga (BBL) von Sieg zu Sieg - mittlerweile schon zwölf in Serie. Dabei pfeift das Team seit einigen Wochen eigentlich aus dem letzten Loch. Einer Krankheitswelle folgte prompt eine Verletzungsmisere. «Die Not ist wirklich gigantisch. Das ist alles auf der letzten Rille. Wir hatten jetzt drei Spiele, wo wir eigentlich nicht wussten, mit wem wir spielen sollen», sagte Manager Marco Baldi nach dem 98:92-Heimsieg gegen die Bamberg Baskets am Sonntagabend.
Gegen Bamberg standen zunächst nur neun Profis im Kader. Gleich sieben Akteure fehlten - darunter viele Leistungsträger. Später stießen noch drei Talente aus der Nachwuchsliga NBBL dazu. Die hatten selbst zuvor noch ein Spiel gehabt. Für Baldi ist deshalb klar: «Natürlich brauchen wir die Spieler zurück, wenn wir hier alles halbwegs stabilisieren wollen.»
Aktuell schafft es Alba mit viel Einsatz und Leidenschaft, die Ausfälle zu kompensieren. Und plötzlich treten Spieler in den Vordergrund, wie Kresimir Nikic und Tim Schneider, die sonst eher im Schatten der Topstars standen. Beide erzielten gegen Bamberg ihre persönlichen BBL-Punkterekorde. «Es sind gerade harte Zeiten. Jetzt haben wir aktuell unsere Hauptspieler nicht am Start, da ist es Zeit für andere Spieler, jetzt den Schritt nach vorn zu machen», sagte Schneider.