Joyce Hübner hat eine große Sorge. Es ist aber nicht die furchterregende Gesamtkilometerleistung von über 21.300 Kilometern, die sie von diesem Sonntag an laufen will. Es ist auch nicht die Tatsache, dass vor ihr 495 Marathons an 495 Tagen liegen - ohne einen Ruhetag.
«Ich habe Angst vor dem Winter, denn ich mag das überhaupt nicht, bei mehreren Minusgraden draußen laufend unterwegs zu sein», sagt sie in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur zu ihrem Projekt, der aus einem ganz bestimmten Grund den Titel «Joyce Städtetrip» trägt. Denn sie will in den 16 Monaten die über 2000 statistisch erfassten deutschen Städte ablaufen - bei Wind und Wetter.
Bis minus fünf Grad - für die 37 Jahre alte gebürtige Berlinerin noch okay. «Aber alles, was drunter geht, ist super unangenehm für mich. Deswegen ist das die große Befürchtung.» Aber: «Ich habe es mir so ausgesucht.» Das Gute: Bis zum nächsten Winteranfang, offiziell am 21. Dezember, vergeht auch noch so viel Zeit. Doch auch das demonstriert allein die nahezu unfassbare Dauer ihres bisher herausforderndstes Laufprojektes.