Linus Güther vom 1. FC Union Berlin hat mit seiner späten Einwechslung Bundesliga-Geschichte geschrieben und darf nach Ansicht seiner Mitspieler «extrem stolz» auf sich sein - trotz der 1:3-Niederlage beim Tabellenletzten 1. FC Heidenheim. «Es ist ein großartiger Meilenstein für ihn», sagte Abwehrspieler Leopold Querfeld, der den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer erzielt hatte. «Mit 16 Jahren sein Debüt zu machen, das ist etwas Wunderschönes.»
Offensivtalent Güther wurde in der 84. Minute eingewechselt und sah wenig später Gelb. Güther ist nach dem ehemaligen Dortmunder Youssoufa Moukoko, der bei seinem Debüt mit 16 Jahren und einem Tag noch zwei Tage jünger war, nun der zweitjüngste Spieler der Liga-Historie.
«Er wirkt nicht wie ein 16-Jähriger, er ist sehr reif, sehr mutig in seinem Auftreten. Er ragt aufgrund seines Alters heraus, aber ansonsten merkt man das nicht», sagte Union-Kapitän Rani Khedira. «Er wird seinen Weg gehen und ich glaube, das war nur das erste von ganz, ganz vielen Spielen.»