Kurz nach den Weihnachtsfeiertagen ist bei Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin nicht mehr viel vom Fest der Liebe zu spüren. Im Gegenteil. Die besinnliche Zeit haben die Verantwortlichen des Clubs anscheinend dafür genutzt, die jüngste sportliche Krise intensiv aufzuarbeiten. Das knallharte Ergebnis des Prozesses: Trainer Bo Svensson und drei weitere Teambetreuer wurden freigestellt.
«Nach eingehender Analyse des bisherigen Saisonverlaufs sind wir überzeugt, dass für eine Trendumkehr eine deutliche Veränderung notwendig ist. Wir haben uns daher entschieden, die Zusammenarbeit mit Bo Svensson, Babak Keyhanfar, Kristoffer Wichmann und Tijan Njie nicht fortzusetzen», wird Geschäftsführer Profifußball Horst Heldt in einer Mitteilung des Vereins zitiert.
So ungewöhnlich der Zeitpunkt auch ist: Überraschend kam der Abschied nicht. Neun Spiele in Serie blieben die Berliner zuletzt sieglos und fielen auf den zwölften Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga zurück. Vorläufiger Höhepunkt des Negativlaufs war das blamable 1:4 gegen den SV Werder Bremen.