Berlin will sein Engagement für Menschen verstärken, die sich in autokratisch regierten Staaten für Freiheit und Demokratie einsetzen. Rund um den Jahrestag des Mauerfalls im November soll es erneut eine «Berlin Freedom Week» geben, die im vergangenen Jahr Premiere hatte. Das kündigte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) zusammen mit den Organisatoren an.
Außerdem hat der World Liberty Congress nun sein europäisches Hauptquartier in Berlin-Mitte. Die Organisation mit mehr als 200 Dissidenten aus gut 50 autokratisch geführten Ländern gilt als die größte weltweite Demokratie-Allianz. Wegner und die Gründer der Organisation, Masih Alinejad aus dem Iran und Leopoldo Lopez aus Venezuela, enthüllten ein Schild an dem Gebäude, in dem auch die Robert-Havemann-Gesellschaft untergebracht ist.
Freiheitskonferenz in Prenzlauer Berg
Die «Berlin Freedom Week» ist diesmal vom 7. bis 14. November geplant. In diesem Rahmen soll es am 7./8. November einen «Women Liberty Congress» und am 10. November eine Freiheitskonferenz («Freedom Conference») geben. Letztere ist im Filmtheater Colosseum in Prenzlauer Berg geplant - unweit der Gethsemanekirche, die ein wichtiger Treffpunkt der DDR-Opposition war.
Bei der ersten Freiheitskonferenz 2025 hatten viele verfolgte Oppositionelle und frühere politische Gefangene aus der ganzen Welt zum Kampf für Demokratie und Freiheit aufgerufen.
Wegner sagte, für ihn sei Freiheit das wichtigste Wort auf Deutsch. «Berlin ist die Stadt der Freiheit, und das haben wir vor allen Dingen mutigen Menschen zu verdanken, die im Herbst 1989 auf die Straßen gegangen sind und die Mauer zum Einsturz gebracht haben.»
Berlin sei aber auch die Stadt der Hoffnung für alle freiheitsliebenden Menschen weltweit. «Am Ende des Tages siegt die Freiheit. Am Ende siegen die Menschen über Willkür und Diktatur.» Berlin werde immer an der Seite der freiheitsliebenden Menschen stehen und den Kampf für Freiheit und Demokratie immer unterstützen, so der CDU-Politiker.
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten