Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD) sieht aktuell noch keine dauerhafte Eintrübung der Wirtschaft im Land. «Es gibt auch mal Rückschläge und schlechte Jahre», sagte Keller mit Blick auf die schwächelnde Brandenburger Wirtschaft. Die ökonomische Entwicklung seit der Wiedervereinigung sei eine Erfolgsgeschichte. Wichtig sei nun, Rahmenbedingungen zu schaffen, dass Investitionen kommen. In Brandenburg ging die Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr 2025 um 1,0 Prozent zurück.
Flächen werden nicht vom Land entwickelt
Nicht an Wachstumsgrenzen - etwa durch fehlende Gewerbeflächen - zu stoßen, sei eine «Managementfrage», sagte Kammradt. Letztlich seien aber die Kommunen bei der Entwicklung solcher Flächen verantwortlich. Die Entwicklung solcher Gewerbegebiete würden vom Land unterstützt, führte Minister Keller aus. Wann eine solche Fläche wie für Dreame bereitstehen könnte, ließ er offen.
«Brandenburg ist weiter hungrig und interessiert an weiteren Ansiedlungen», betonte Keller. Brandenburg habe durch Tesla eine internationale Sichtbarkeit bekommen, zuletzt seien aber verstärkt Industrie-Arbeitsplätze verloren gegangen. Von einer «Deindustrialisierung» wollte er jedoch nicht sprechen. «Ich wäre vorsichtig, die Zeit der Deindustrialisierung in Brandenburg einzuläuten.» Man müsse nun die richtigen Maßnahmen treffen, damit die Unternehmen wieder investieren wollten.
Eine dieser Maßnahmen sei auch die Zuwanderung von Fachkräften. Brandenburg hätte das langfristige Wachstum der letzten Jahre nicht geschafft, ohne die Zuwanderung aus dem Ausland, betonte WFBB-Geschäftsführer Kammradt. Die aktuellen Zahlen zur Demografie machten ihm «massiv Gedanken». Das Amt für Statistik hatte am Morgen bekanntgegeben, dass die Bevölkerung in Brandenburg in den kommenden Jahren weiter altere. So würde das Erwerbspotenzial trotz Zuwanderung voraussichtlich sinken.
Das Land sei aber diesbezüglich «nicht planlos», schob Kammradt nach. Man müsse mit Blick auf die Fachkräftegewinnung Zuzug aus dem Ausland anregen, sagte Minister Daniel Keller. Es müssten etwa ausländische Studierende in Brandenburg gehalten werden. Aber auch um potenzielle Rückkehrer müsse geworben werden.
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