In den Berliner Bezirken haben die Bürger nach Einschätzung des Verbands «Mehr Demokratie» vergleichsweise gute Möglichkeiten, sich via Bürgerbegehren oder Bürgerentscheiden an politischen Prozessen zu beteiligen. In seinem bundesweiten Vergleichsbericht für 2025 vergibt der Verband an Berlin die Schulnote 1, weil die Bürger über viele Themen direkt abstimmen könnten. Die Zahl der nötigen Unterschriften sei niedrig, das Zustimmungsquorum moderat.
Für Brandenburg zeichnet der Verband hingegen ein negatives Bild mit der Schulnote 5+. Bei den für Bürgerbegehren oder Bürgerentscheide in den Kommunen zugelassenen Themen gebe es zu viele Tabus, darunter die Bauleitplanung. «Das Unterschriftenquorum ist durchschnittlich, das Zustimmungsquorum vergleichsweise hoch», hieß es weiter.