Mehrere zehntausend Menschen haben am Internationalen Frauentag in Berlin für die Gleichberechtigung von Frauen demonstriert. Laut Angaben der Berliner Polizei beteiligten sich insgesamt 40.000 Menschen an den diversen Veranstaltungen. Zu der größten von zahlreichen Kundgebungen und Demonstrationen kamen rund 27.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Veranstalter sprachen von 30.000 Menschen - in jedem Fall kamen deutlich mehr als die 10.000 Menschen, die zunächst erwartet worden waren.
Die Demonstrationen verliefen der Polizei zufolge weitgehend friedlich. Bei einem Demonstrationszug von Kreuzberg nach Neukölln am Nachmittag wurden insgesamt 16 Menschen festgenommen. Es kam zu einem Angriff auf einen Journalisten, zudem wurden diverse verbotenen Parolen gerufen, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Ein Polizist erlitt bei einer Festnahme leichte Verletzungen, konnte seinen Dienst aber fortsetzen. Bei einer Veranstaltung am Abend in Kreuzberg wurde Pyrotechnik abgebrannt.
Zu der größten Demo für Frauenrechte hatte ein breites Bündnis aus Gewerkschaften wie Verdi und GEW sowie verschiedenen Verbänden und Initiativen aufgerufen. Frauenzentren hatten sich ebenso angeschlossen wie die «Omas for Future».