Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat 30 Jahre nach dem rassistischen Angriff auf Noël Martin an dessen Vermächtnis erinnert. Er rief anlässlich einer Gedenkveranstaltung für Martin in Blankenfelde-Mahlow dazu auf, gegen Hass und Hetze einzutreten.
«Noël Martin steht für mich wie kaum ein anderer für Mitmenschlichkeit im Angesicht des Hasses. Für Freundlichkeit als Antwort auf Hetze. Und für Versöhnung als den besten Weg in die Zukunft», sagte Woidke.
Der gebürtige Jamaikaner und frühere Bauunternehmer Martin, der in Birmingham lebte, war im Juni 1996 in Blankenfelde-Mahlow (Kreis Teltow-Fläming) gemeinsam mit Arbeitskollegen von jungen Rechtsradikalen angegriffen worden. Nach einem Steinwurf auf seinen Wagen kam der damals 36-Jährige von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Seitdem war Martin vom Hals ab querschnittsgelähmt und saß im Rollstuhl. Er starb 2020 im Alter von 60 Jahren.