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Obdachlosenhilfe fordert mehr Abkühlungsmöglichkeiten

Obdachlosenhilfe fordert mehr Abkühlungsmöglichkeiten
Für die Straßensozialarbeit könnte es mehr Wasserspender in der Landeshauptstadt geben. (Archivbild) / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Von: DieBrandenburger News
Der Sommer hatte es bereits an einigen Tagen in sich. Auch in Potsdam kletterte das Thermometer schon in Richtung 40-Grad-Celsius-Marke. Das belastet auch die Obdachlosen, die nach Abkühlung suchen.

Die Potsdamer Straßensozialarbeit hat angesichts der Hitze ein besonderes Auge auf den gesundheitlichen Zustand der Obdachlosen in der Stadt. «Wir haben regelmäßig und zusätzlich Hitzetouren durchgeführt», sagte Jörg Faulhaber von dem Projekt Creso-Streetwork. Außerdem hätten die Streetworker Wasser und teilweise Sonnencreme verteilt. Bei akuten Hitzewarninformationen hätten sie die Obdachlosen gewarnt.

Streetworker: Zu wenige Wasserspender

«Nach unserer Einschätzung kennen obdachlose Menschen die üblichen Strategien und Maßnahmen gegen Hitze bereits gut», führte Faulhaber aus. Die meisten haben die Temperaturen im Blick. «Wir sind allerdings der Meinung, dass es im Stadtgebiet zu wenige Wasserspender und insgesamt zu wenig Abkühlungsmöglichkeiten gibt.» Bei den Hitzetouren sei daher Wasser größtenteils dankend angenommen worden, so Faulhaber.

Im vergangenen Jahr arbeiteten die Streetworker nach eigenen Angaben mit 143 namentlich erfassten Menschen. «Dabei ist jedoch zu beachten, dass uns nicht alle obdach- oder wohnungslosen Menschen in Potsdam bekannt sind.» Viele Menschen seien zudem bereits an andere Institutionen angebunden – etwa an die Suppenküche.

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Nach dem Eindruck der Straßensozialarbeit gibt es einen leichten Anstieg der Anzahl der Obdachlosen in der Stadt. Dies lasse sich aber nur schwer belegen. «Aus unserer Sicht könnte das mit prekären Wohnungslagen, Zuzügen aus Berlin, einem schnelleren Verfahren bis hin zur Räumung der eigenen Wohnung» zusammenhängen. Sie sähen außerdem psychische Belastungen und Armut als Treiber.

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