Der als Anlaufstelle für Obdachlose eingerichtete Kreuzberger Nachthafen am Kottbusser Tor ist nach Angaben der Johanniter seit Jahresbeginn rund 20.000 Mal von Hilfsbedürftigen aufgesucht worden. Die Einrichtung richtet sich insbesondere an Menschen, die wegen Suchterkrankungen oder Konsumdrucks durch das Raster klassischer Hilfsangebote fallen. Über die Arbeit im Nachthafen informierten sich am Dienstagabend Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) und die Kreuzberger Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann (Grüne). Anlass war die Fortführung des Angebots über die Wintersaison hinaus bis Ende 2026.
Tagsüber betreibt die gemeinnützige Gesellschaft Fixpunkt in denselben Räumen die Kontaktstelle Kotti mit Drogenkonsumraum und Beratungsangeboten. Nachts nutzen die Johanniter die Räume für den Nachthafen. Schlafplätze gibt es hier nicht, aber obdachlose Menschen können sich in einem geschützten Raum aufhalten, erhalten Essen und Trinken sowie Unterstützung, etwa bei der Vermittlung in weiterführende Hilfsangebote.