Die Einäscherung einer Leiche in einem der beiden Berliner Krematorien verbraucht so viel Energie wie eine Waschmaschine im durchschnittlichen Verbrauch in zwei bis drei Jahren. 485 Kilowattstunden Energieeinsatz pro Verbrennung einer Leiche gibt der Senat in seiner Antwort auf eine Anfrage der CDU an.
Etwa 15.500 Einäscherungen erfolgten 2023 in Berlin, knapp 9.600 im Krematorium Ruhleben ganz im Westen der Stadt und knapp 5.900 am Baumschulenweg in Treptow im Osten. Hauptsächlich werden für die Verbrennung Gas und Strom verwendet. Insgesamt beträgt der Energieverbrauch dadurch 7,5 Millionen Kilowattstunden, also 7.500 Megawattstunden.
Um Gas zu sparen, wurden im vergangenen Jahr die «Temperaturen in den Nachbrennkammern von 850 Grad auf 780 Grad gesenkt». Außerdem arbeiten die beiden Krematorien überwiegend im Dreischichtbetrieb, was wiederum zu weniger Energieverbrauch führt. Ab 2025 soll die Abwärme besser genutzt werden. «Zukünftig wird die überschüssige Abwärme am Standort Baumschulenweg in das Fernwärmenetz eingespeist und am Standort Ruhleben an das benachbarte Gelände der Polizei Berlin abgegeben werden.»