Die Bevölkerung im Lausitzer Braunkohlerevier wird bis 2038 deutlich schrumpfen. Das geht aus einer neuen Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung, der in der Lausitz für 2038 vereinbart wurde, stelle die betroffenen Regionen vor tiefgreifende Veränderungen.
Ländliche Kreise wie Oberspreewald-Lausitz oder Görlitz (Sachsen) verlieren laut der Prognose weiterhin Einwohnerinnen und Einwohner. Nur in Cottbus und im Landkreis Dahme-Spreewald kann die Zahl der Einwohner zulegen.
Cottbus profitiere von großen Investitionen, etwa durch neue Arbeitsplätze und Forschungsprojekte. Dahme-Spreewald wachse durch Zuzug aus Berlin. In der Lausitz fällt der Bevölkerungsrückgang insgesamt aber deutlicher aus als in den anderen Kohlerevieren, so die Bevölkerungsprognose.