Angesichts der geplanten Schließung von drei Berliner Filialen des finanziell angeschlagenen Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof wächst in der Politik die Sorge um die Nachnutzung der Immobilien. Die Berliner Linke verurteilte die Schließung und forderte: «Alle Berliner Standorte müssen erhalten bleiben und dürfen nicht erneut für Immobilienspekulation benutzt werden.» Wirtschaftlich sei das möglich und müsse unter anderem durch das Festsetzen von Satzungen zum Vorkaufsrecht gesichert werden. Der Senat könne auf diese Weise eingreifen und Druck auf den Investor machen, heißt es in einer Resolution, die am Samstag beim Linke-Parteitag in Berlin-Lichtenberg beschlossen wurde.
Zuvor hatte Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus bekanntgegeben, dass der Konzern zum 31. August die Standorte Ring-Center, Spandau und Tempelhof schließen will. Bundesweit sollen insgesamt 16 der 92 Filialen dichtgemacht werden. Neben Berlin sind von den Schließungen mit jeweils drei Häusern Nordrhein-Westfalen und Bayern am stärksten betroffenen. In Brandenburg soll die Filiale in Potsdam geschlossen werden - und damit das letzte Warenhaus des Unternehmens in dem Land.