Der Anteil der Menschen in Brandenburg, die als arm gelten, hat im vergangenen Jahr leicht auf 14,9 Prozent zugenommen. Dies geht aus dem Paritätischen Armutsbericht auf Grundlage von Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Damit seien 381.000 Menschen in Brandenburg von Armut betroffen. Das Land hat rund 2,6 Millionen Einwohner. Brandenburg liegt besser als der Bundesdurchschnitt mit einer Armutsquote von 15,5 Prozent, 2023 war der Anteil bei 14,4 Prozent.
«Die bundesweite Zunahme an Armut ist direkte Folge der enormen Preisanstiege bei Energie, Wohnen und vor allem dem täglichen Lebensbedarf», sagte der Vorstand des Paritätischen Landesverbandes, Andreas Kaczynski. «Besonders bitter ist der Anstieg bei älteren Menschen, die kaum eine Möglichkeit haben, der Armut aus eigener Kraft zu entfliehen. Es trifft aber auch immer mehr junge Familien und damit viele Kinder.»