Auf dem Amt, in der Schule oder in der U-Bahn - die Berliner Dokumentationsstelle Antiziganismus (Dosta/Mia) hat im vergangenen Jahr 247 Fälle mutmaßlicher Diskriminierung von Roma registriert. Es handle sich um die höchste Zahl seit Beginn des Projekts im Jahr 2014, erklärte dessen Leiterin Violeta Balog. 2023 hatte die Stelle 210 solcher Fälle gezählt, insgesamt sind es seit ihrer Gründung nunmehr mehr als 1.700.
Balog wertete die Entwicklung als besorgniserregend. «Wir erleben zurzeit eine politische Lage, in der rechtsradikale Einstellungen der gesellschaftlichen Mitte offen kommuniziert und gelebt werden, was sich in den Fallmeldungen widerspiegelt.»