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Erster gemeinsamer Auftritt – Riccardo Simonetti mit Ehemann

Erster gemeinsamer Auftritt – Riccardo Simonetti mit Ehemann
Erster gemeinsamer Auftritt: Riccardo Simonetti brachte seinen Ehemann Steven zur Buchpremiere mit. / Foto: Carsten Koall/dpa
Erstmals gemeinsam in der Öffentlichkeit - Riccardo Simonetti brachte seinen Partner Steven mit zu der Premiere seines neuen Buches. In dem Werk ergründet der Autor das Bild von Männlichkeit.

Es sind gleich zwei Premieren für Riccardo Simonetti: Bei der Vorstellung seines neuen Buches in Berlin ist der Autor und Moderator erstmals mit seinem Partner Steven in der Öffentlichkeit aufgetreten. Bisher zeigte sich das Paar nur gelegentlich auf Instagram. 

Merkwürdig findet Simonetti das nicht. «Die wenigsten Menschen würden ihren Partner mit ins Büro nehmen - also warum soll ich ihn mit zu meiner Arbeit nehmen?», erklärte der der 33-Jährige. Riccardo und Steven Simonetti sind seit fast sieben Jahren ein Paar. Im August 2024 gaben sie sich das Ja-Wort. 

Ob es nun öfter zu gemeinsamen Auftritten kommt, ist für die beiden bisher nicht klar, so Simonetti. Denn dass sein Ehemann ihn ausgerechnet zu diesem Event begleitet, liege an dem persönlichen Bezug. Zu seiner Buchpremiere erschienen neben seiner Mutter auch enge Freunde des Autors, Moderators und Podcaster. «Irgendwie hätte es sich dann komisch angefühlt, meinen Mann an so einem Tag Zuhause zu lassen», sagte Simonetti. 

Sachbuch über Männerbild

Simonetti geht in seinem neuesten Werk der titelgebenden Frage nach, die sich schon Herbert Grönemeyer vor über 40 Jahren stellte: «Wann ist ein Mann ein Mann!?». Dafür blickt Simonetti auf Männerbilder von der Antike bis in die Gegenwart und klärt über den Zusammenhang zu popkulturellen Phänomenen auf - wie den sogenannten «Tradwives», die sich als Hausfrauen und Mütter inszenieren, und dem «Looksmaxxing», bei dem Männer ihr Aussehen optimieren. Teil des Buches sind außerdem Interviews mit verschiedenen Männern - vom Supermarktmitarbeiter bis hin zum Modedesigner Guido Maria Kretschmer. 

Ein perfekter Körper, die Rolle des Ernährers oder Statussymbole – oft hätten Männerbilder etwas mit Leistung zu tun, erklärte Simonetti. Für ihn persönlich bedeute Männlichkeit deswegen vor allem, man selbst zu sein. Das Buch richte sich nicht ausschließlich an Männer, sondern auch an Frauen, non-binäre Menschen und alle, die unter männlichen Stereotypen leiden. Als non-binär werden Menschen beschrieben, die sich nicht als ausschließlich männlich oder weiblich identifizieren. Das Buch ist bereits Simonettis fünftes Werk, allerdings sein erstes Sachbuch.

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