Nach der Kritik am Aus für die Antidiskriminierungsberatung des Landes Brandenburg hat die Landesregierung die Entscheidung erklärt. «Zusammengefasst liegt der Grund also im Wegfall der Bundesmittel», sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Dass es keine Bundesmittel mehr geben solle, sei eine Entscheidung der Bundesregierung. Bisher hatte der Bund demnach einen Großteil der Kosten getragen.
Kritik an der Schließung
Wegen der Schließung der Beratungsstelle hatte es von mehreren Seiten deutliche Kritik gegeben. «Menschen, die in Brandenburg wegen einer Behinderung, ihres Alters, Geschlechts oder ihrer sexuellen Identität benachteiligt werden, haben ab heute keine unabhängige Fachberatung mehr», sagte Birgit Peter, Leiterin der Antidiskriminierungsberatung Brandenburg. Die Landesregierung habe es versäumt, «diese wichtige Unterstützung zu sichern».
«Wer Diskriminierung erlebt, braucht Schutz, Unterstützung und verlässliche Strukturen», fügte Judith Porath, Geschäftsführerin des Trägervereins Opferperspektive, an. Das Aus für die allgemeine Antidiskriminierungsberatung bedeute einen «massiven Rückschritt» für die Gleichstellung und soziale Gerechtigkeit im Land Brandenburg.