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Berliner und Brandenburger Unternehmen skeptisch bezüglich wirtschaftlicher Entwicklung

Gerüstbauer errichten mit Gurten gesichert ein Gerüst. / Foto: Jan Woitas/dpa
Gerüstbauer errichten mit Gurten gesichert ein Gerüst. / Foto: Jan Woitas/dpa

Die Berliner und Brandenburger Unternehmen blicken mit Skepsis auf die künftige wirtschaftliche Entwicklung der Hauptstadtregion. Sieben von elf Branchen rechnen für das laufende Jahr mit Produktionsrückgängen, wie aus der aktuellen Branchenumfrage der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) hervorgeht, die der Spitzenverband am Montag vorgestellt hat. Keiner der befragten Wirtschaftszweige plant demnach, die Investitionen zu erhöhen. Mehr als ein Drittel will sie vermindern. Die nach wie vor langen Genehmigungszeiten für Projekte sowie hohe Zinsen gelten demnach als die höchsten Hürden für weitere Investitionen.

Auch bei den Umsatzerwartungen sind die Unternehmen zurückhaltend. Lediglich im Maschinenbau und in der Süßwarenindustrie gehen die Betriebe von steigenden Erlösen aus. In den übrigen Bereichen fürchten die Anbieter allenfalls stagnierende oder sinkende Umsätze.

«Die Skepsis gegenüber Investitionen zeigt, dass eine große Zahl von Betrieben tief verunsichert ist», teilte UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp mit. «Sie hadern zum einen mit den Problemen des Standorts, etwa mit der übermäßigen Bürokratie, dem Fachkräftemangel und der unklaren Entwicklung bei den Energiepreisen.» Zudem seien sie durch die vielen Krisen und Konflikte und die allgemeine Nachfrageschwäche zurückhaltend geworden.

Gleichwohl rechnen die UVB für das laufende Jahr sowohl für Berlin als auch für Brandenburg im Vergleich zur bundesweiten Entwicklung mit einem überdurchschnittlichen Wachstum von jeweils rund 1,5 Prozent. In Brandenburg hatte das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr laut UVB allerdings noch um 2,1 Prozent zugelegt.

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