Grabungstechniker verortet man als Laie eher an spektakulären Ausgrabungsstätten in Ägypten als auf Baustellen. Doch ob Autobahn, Stromtrasse oder Neubaugebiet: In Deutschland wird fast jedes größere Bauprojekt archäologisch begleitet. Genau dort könnten die Spezialisten künftig aber fehlen, denn der Studiengang für Konservierung, Restaurierung und Grabungstechnik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin soll auslaufen.
Der Deutsche Archäologen-Verband (DARV) ist damit gar nicht einverstanden. «Wenn der Studiengang wegfallen würde, hätte man kaum noch ausgebildete Grabungstechniker», sagte der DARV-Vorsitzende, Stefan Feuser, der Deutschen Presse-Agentur. In Deutschland gebe es zwar Studiengänge mit ähnlicher Ausrichtung. Der HTW-Studiengang sei in seiner Form aber einzigartig, weil dort nicht nur Wissen vermittelt, sondern praktisch ausgebildet werde.