Die Archäologen haben bei ihren Grabungen am Molkenmarkt hinter dem Roten Rathaus mitten in Berlin weiter alle Hände voll zu tun. Bis Ende 2025 sollen sie ihre Arbeit dort noch fortsetzen, sagte der Direktor des Landesdenkmalamts, Christoph Rauhut, bei der Vorstellung der bisherigen Ergebnisse. Seit Grabungsbeginn vor fünf Jahren wurden rund 600.000 Fundstücke geborgen, die Aufschluss geben können, wie Berliner in vergangenen Jahrhunderten gelebt haben.
Dazu zählen Ofenkacheln genau wie Münzen, Trinkgläser, Lederschuhe und Tongefäße, die im Mittelalter zum Kochen oder zum Aufbewahren von Lebensmitteln genutzt wurden. Als einer der ungewöhnlichsten Funde gelten die Reste eines Bohlenwegs aus der Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt um 1230.