Bereits weit vor dem Jahreswechsel wird in Berlin kräftig geböllert - obwohl es erst am Silvesterabend erlaubt ist. «Überall wird eher damit angefangen, die Polizei ist in der ganzen Stadt im Einsatz und schreibt Anzeigen», sagte ein Sprecher des Polizei-Lagezentrums. Besonders viel Knallerei gab es am Samstagabend in der Gegend um den Gleisdreieckpark in Kreuzberg und Schöneberg - über Stunden hinweg.
Aus Wohnung heraus Böller und Raketen geworfen
In Schöneberg wurden Passanten und Autofahrer an der Potsdamer Straße in Höhe der Pallasstraße gegen 22.25 Uhr aus einem Haus heraus mit Böllern und Raketen beschossen. Polizisten machten die Wohnung aus und stießen auf zwei Jugendliche, wie ein Polizeisprecher sagte. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung berichtet. Gegen die Teenager wird wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen die Sprengstoffverordnung ermittelt.
Böller und Raketen haben laut Polizei bereits kleinere Brände verursacht. Vor allem Müllcontainer waren betroffen, wie ein Polizeisprecher sagte. Seit dem offiziellen Verkaufsstart von Feuerwerk in der Nacht zum Samstag sind demnach Polizistinnen und Polizisten wegen der verfrühten Böllerei in der ganzen Stadt unterwegs. Über Verletzte wurde bislang nichts bekannt.