Cottbus (dpa/bb) - Ein Streit am Landgericht Cottbus zwischen zwei Klimaaktivisten und dem Bergbau- und Kraftwerksbetreiber Leag um eine Unterlassungserklärung nach Protestaktionen vor fünf Jahren zieht sich hin. Eine Güteverhandlung - sie soll den Streit außergerichtlich beenden - blieb ohne Ergebnis, teilte ein Sprecher des Landgerichts mit. Das Gericht hat einen weiteren Termin auf den 19. September angesetzt. Dann wird entweder eine Entscheidung verkündet oder möglicherweise auch ein neuer Termin angesetzt.
Vor Beginn des Zivilprozesses in Cottbus demonstrierten einige Umweltaktivisten vor dem Gerichtsgebäude. Sie kritisierten, mit der Klage solle ziviler Protest kriminalisiert werden, sie diene der Abschreckung.
Das Energieunternehmen Leag reichte eine Unterlassungsklage gegen die Kohlegegner ein, um nach eigenen Angaben seine Kraftwerks- und Tagebaugelände zu schützen. Die beiden Umweltaktivisten waren am 4. Februar 2019 in der Lausitz auf Braunkohlebagger geklettert und hielten diese besetzt.