Ab dem 16. Dezember können Bahnreisende mit einer Direktverbindung von Berlin in die französische Hauptstadt Paris fahren. Die Fahrzeit soll rund acht Stunden betragen, teilte die Deutsche Bahn bei der Verkehrstechnikmesse Innotrans in Berlin mit. «Damit werden die beiden Hauptstädte erstmals über Tag im Hochgeschwindigkeitsverkehr miteinander verbunden», hieß es. Die Ausweitung des internationalen Verkehrs ist ein Teil der DB-Strategie, mit der die Bilanz des Fernverkehrs mittelfristig wieder verbessert werden soll - denn die Konzerntochter schrieb zuletzt rote Zahlen.
Baustellen-Planung soll künftig mehr Rücksicht auf Fahrplan nehmen
Mit dem Ziel einer schnellen Attraktivitätssteigerung wird die Bahn die Vorbuchungsfrist für Bahntickets von bisher sechs auf zwölf Monate ausweiten. In Kraft treten soll die Änderung am 16. Oktober. Dann steht der neue Fahrplan fest, gemäß dem die Züge ab Mitte Dezember fahren - ab dann sind auch Tickets für die neue Verbindung von Berlin nach Paris verfügbar.
Zudem setzt der Konzern auf schnelle Wirkungen durch die anstehenden Generalsanierungen besonders wichtiger Strecken. Bis 2031 sollen 41 Strecken grundlegend ausgebessert und modernisiert werden, die erste dieser Baumaßnahmen läuft seit Mitte Juli auf dem Abschnitt zwischen Frankfurt und Mannheim. Die Bahn setzt darauf, dass schon der Abschluss dieser Baustelle Mitte Dezember den Betrieb stabilisieren wird.
Baumaßnahmen über die Generalsanierungen hinaus sollen künftig mit mehr Rücksicht auf den Fahrplan eingetaktet werden, sagte Peterson. Auch das soll die Verlässlichkeit im Fernverkehr bereits in den nächsten Monaten verbessern.