Berlins Clubkultur ist weltbekannt und auch weiterhin gefragt - wirtschaftlich stehen aber immer mehr Clubs unter Druck. Das Publikum plane den Abend bewusster, bleibe kürzer und konsumiere weniger Alkohol, teilte die Berliner Clubkommission unter Berufung auf ihre Studie «Clubkultur Berlin 2026» im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe mit.
Die Einnahmequellen hätten sich in den vergangenen Jahren deutlich verschoben. Den Großteil der Einnahmen machen mittlerweile nicht mehr Getränkeverkäufe aus, sondern der Eintritt, so die Clubkommission. «Was der Tresen nicht mehr einspielt, muss der Eintritt tragen.»
2017 stammten demnach noch rund 60 Prozent der Einnahmen aus Gastronomie und Getränkeverkäufen, der Eintritt machte lediglich 21 Prozent aus. Mittlerweile ist das Verhältnis umgekehrt: Mit 59 Prozent sei der Eintritt mittlerweile die wichtigste Einnahmequelle. Durchschnittliche Eintrittspreise erhebt die Clubkommission nicht - 15 bis 20 Euro für den Eintritt sind in Berlin jedoch keine Seltenheit mehr.