Deutschland First Lady Elke Büdenbender hat zu einem achtsamen Umgang mit der Sprache im täglichen Miteinander aufgerufen - auch um die Demokratie nicht zu beschädigen. «Sprich mit Deinem Nächsten, wie Du mit Dir selbst sprichst», sagte die Frau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Rahmen einer Predigtreihe im Dom von Brandenburg an der Havel. «Behandele, achte und respektiere den Nächsten so, wie Du Dich selbst respektierst und achtest und von dem Nächsten geachtet und respektiert werden möchtest.»
Büdenbender machte deutlich, dass eine solche Haltung auch wichtig für das Gelingen der Demokratie ist. Diese beginne nicht erst im Parlament, sondern am Küchentisch, in der Kita, in den Schulen, am Arbeitsplatz, in der Uni. «Und: Sie beginnt im Tonfall. Im Zuhören. Im gegenseitigen Respekt. In der Bereitschaft, den anderen nicht sofort zum Gegner zu machen.»
Einsatz der Sprache als Waffe schadet der Demokratie
Eine Gesellschaft zerbreche nicht an unterschiedlichen Meinungen, sagte Büdenbender. Sie zerbreche dort, wo Menschen einander nicht mehr zuhörten und nicht mehr miteinander redeten. «Wo Sprache zur Waffe wird, wo Misstrauen größer wird als die Hoffnung auf Verständigung.»
«Darum ist die Frage nach unserer Sprache keine Nebensache. Sie ist eine demokratische und geistliche Frage zugleich», sagte Büdenbender. Jesus habe gezeigt, wie man Menschen anspreche. «Er hat klar gesprochen – aber nie entwürdigend. Er hat widersprochen – aber nicht vernichtet. Er hat Menschen angesehen, bevor er sie beurteilt hat.»
Predigtreihe mit Persönlichkeiten aus Kirche und öffentlichem Leben
Die Predigtreihe «Siehe, ich mache alles neu!» wird von der Evangelischen Domgemeinde Brandenburg und dem Domstift Brandenburg angeboten. Sie lädt Persönlichkeiten aus Kirche, öffentlichem Leben und Wissenschaft ein, Impulse zu zentralen Fragen wie Schöpfungsverantwortung, Demokratie oder Frieden zu geben.
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