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Von Falkensee bis ins Alte Ägypten: Ausstellung zeigt die Geschichte des Leins

Stapel aus natürlichem Leinenstoff in verschiedenen Beige- und Weißtönen
Leinen – ein Stoff, der die Menschheitsgeschichte seit Jahrtausenden begleitet. / Foto: Maite Oñate auf Unsplash.com

Seit dem 29. Mai 2026 wird die Sonderausstellung „Lein oder nicht Lein – Geschichte einer Kultpflanze“ im Museum und Galerie Falkensee ausgestellt. Die Ausstellung handelt von der Pflanze Lein, die auch Flachs genannt wird und 180 bis 200 Arten umfasst. Besucher werden unter anderem über die Geschichte und die Bedeutung als Kulturpflanze und Alltagsmaterial informiert. Die Ausstellung geht noch bis zum 20. September.

Zwischenzeitlich musste die Ausstellung in der Falkenhager Straße 77 in Falkensee für Besucher schließen. Grund waren unvorhergesehene Entwicklungen im Rahmen der Fassadensanierung. Vom 14. bis zum 16. Juli 2026 wurde sogar ein Mitmach-Angebot für Kinder und Jugendliche angeboten.

Was ist Lein?

Lein wird von der berühmten Flachspflanze gewonnen. Genauer gesagt aus den Fasern des Flachses, denn aus diesem wird Leinenstoff bzw. Garn hergestellt. Die Fasern stammen aus dem Stängel der Flachspflanze. Nachdem der Lein produziert wurde, entstehen daraus neben Kleidung auch Bettwäsche, Tischdecken und Handtücher.

Da Leinen sehr leicht sind, eignet er sich hervorragend zur Produktion von atmungsaktiver Kleidung, die Feuchtigkeit sehr gut aufnehmen kann. Die Kleidung lässt sich ganz besonders im Sommer exzellent tragen. Durch die Naturfasern ist Lein biologisch abbaubar. Der Samen der Pflanze kann unter anderem für die Produktion von Leinöl und Lebensmitteln dienen.

Die Flachspflanze – Daher kommt der Lein

Die Flachspflanze zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheitsgeschichte. Sie ist eine einjährige Pflanze und wird zwischen 50 und 120 Zentimeter hoch. Ihre Blüten sind in der Regel hellblau. Die Blütezeit beträgt nur wenige Monate. Ein einzelnes Flachsfeld blüht insgesamt nur etwa zwei Wochen, da sich die Blüten nacheinander öffnen. Dabei ist zu beachten, dass sich jede einzelne Blüte nur am Morgen öffnet und zur Mittagszeit wieder schließt.

Die Hauptanbauregion ist vor allem Westeuropa. Zwischen 75 und 80 Prozent der weltweiten Produktion von hochwertigem Faserlein kommen aus Europa. Das feuchte Klima an den Küsten von Belgien, Nordfrankreich und den Niederlanden bietet perfekte Bedingungen für sehr lange, kleine Fasern. Ebenso kommen größere Anbauflächen in China, Russland und in der Ukraine vor. In Deutschland wächst der Flachs in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

So werden Leinen hergestellt

Nach der Ernte werden die Stängel bearbeitet. Hier ist es von großer Bedeutung, dass die Fasern von der restlichen Pflanze getrennt werden. Dies läuft dann folgendermaßen ab:

  • Ernte
  • Rösten
  • Trocknen
  • Brechen
  • Fasern lösen
  • Spinnen
  • Weben

Durch den Röstvorgang werden die Bestandteile der Pflanze so behandelt, dass sich die Fasern im Anschluss leichter lösen lassen. Anschließend werden die gerösteten Stängel gebrochen und bearbeitet. Danach werden die Fasern herausgelöst und sauber gemacht. Kurze Zeit später können sie zu Garn gesponnen werden. So entsteht der Leinenstoff. Was vor vielen Jahrzehnten händisch geschah, übernehmen heutzutage selbstverständlich Maschinen. Los ging es im antiken Ägypten.

Kulturelle Bedeutung im alten Ägypten

Durch den Nil entstanden damals und entstehen heute fruchtbare Anbaugebiete für die unterschiedlichsten Pflanzen. Mit dabei natürlich auch der Flachs. Schon die alten Ägypter stellten Kleidung, Tücher, Segel etc. mit Lein her. In der Gesellschaft genießt der Lein ein hohes Ansehen. Hochwertige Leinen wurden damals ausschließlich von wohlhabenden Menschen getragen. Des Weiteren wurde die helle Farbe des Leins mit Nomen wie Reinheit und Ordnung verbunden. Daraus entstand eine hohe Bedeutung in der Religion. Noch heute begeistern sich die Menschen für das antike Ägypten. Die Pyramiden von Gizeh wurden vor etwa 4.500 Jahren gebaut und das ohne moderne Maschinen. Ägyptische Pharaonen trugen selbstverständlich Kleidung aus Leinen.

Die letzten Pharaonen gab es vor ungefähr 2.000 Jahren, in dieser Zeit wurde Ägypten Teil des Römischen Reiches. Heute spielen Pharaonen vor allem in Spielautomaten wie Book of Dead, Book of Ra und Lucky Pharaoh Wild eine wichtige Rolle. Diese Spielautomaten sind sowohl in Online-Spielbanken wie der von Tipico als auch in lokalen Spielhallen und Casinos spielbar. Es ist wenig überraschend, dass Ägypten-Slots zu den beliebtesten ihrer Art zählen, denn das antike Ägypten begeistert bis heute.

Leinen und die Mumifizierung

Die antiken Ägypter glaubten daran, dass der Körper nach dem Tod für das Leben danach erhalten bleiben musste. Demzufolge wurde der Körper mumifiziert und anschließend mit Leinen umwickelt. Dieser war aus unterschiedlichen Gründen sehr gut dafür geeignet. Lein gilt bis heute als reißfest und langlebig.

Nach der Einbalsamierung wurden die Körper vorbereitet und mit weiteren Materialien bearbeitet. Danach begann das Einwickeln. In diesem Prozess wurde der Körper Schicht um Schicht umwickelt. Auch die Hände und Füße. Im Zuge dessen war es beliebt, Amulette an der Mumie zu platzieren. Die Amulette sollten die Verstorbenen im Jenseits schützen.

So werden Leinen heute genutzt

Leinen werden heute hauptsächlich zur Herstellung von Kleidung genutzt. Hemden, Hosen, Blusen, Kleider, Jacken etc. bestehen aus Leinen. Der leichte und atmungsaktive Stoff eignet sich insbesondere für warme Tage im Sommer. Auch zur Herstellung von Taschen, Vorhängen und Dekorationsartikeln wird der Lein verwendet.

Leinen in der Kunst und in der Kultur

Aufgrund der hohen Stabilität und Haltbarkeit eignen sich Leinen gleichwohl hervorragend als Untergrund für Malerei. Auch der Begriff Leinwand stammt vom „Lein“ ab.

Schon damals haben sich Maler mit ihren Gemälden auf Leinwänden verewigt. Der Lein wurde auf einen Rahmen gespannt und so für die Malerei aufbereitet. Heute malen sowohl Profis als auch Hobbykünstler auf Leinen. Eine Baumwollleinwand gilt als günstigere Alternative. Auch synthetisches Gewebe ist weit verbreitet. Als hochwertiges, stabiles und langlebiges Material gilt die Leinwand. Genutzt werden neben Ölfarben auch Acrylfarben.

Fazit

Leinen sind nicht nur ein Stück Stoff, sondern begleiten die Menschheitsgeschichte seit Jahrtausenden. Besonders im antiken Ägypten war der Lein ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens und der Religion. Durch mehrere Arbeitsschritte entsteht ein stabiler und wertvoller Stoff.

Die Geschichte des Leins zeigt, wie ein Material über einen so fast schon unglaublich langen Zeitraum hinweg verschiedene Bedeutungen und Funktionen erhalten kann. Aus einer Pflanze wird ein Stoff und aus diesem Stoff werden Kleidung, Leinwände, Bettwäsche und viele weitere Materialien. Ausstellungen wie die in Falkensee sind dazu da, uns zu erinnern und uns immer wieder bewusst zu machen, um welchen besonderen Stoff es sich bei Leinen handelt.