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Grüner Januar: Mit Veganuary zur pflanzlichen Küche

Bewusst einkaufen macht den Einstieg leichter – mit frischem Gemüse und einer einfachen Planung gelingt der Veganuary im Alltag. / Foto: gpointstudio auf freepik.com
Bewusst einkaufen macht den Einstieg leichter – mit frischem Gemüse und einer einfachen Planung gelingt der Veganuary im Alltag. / Foto: gpointstudio auf freepik.com

Warum der Veganuary immer mehr Menschen begeistert: Ein Monat pflanzlich essen, praktische Rezepte testen und neue Gewohnheiten entwickeln – ohne Dogma, mit Genuss.

Der Jahresanfang ist die klassische Zeit für gute Vorsätze. Dazu gehören oft mehr Bewegung, gezielte Erholungszeiten, ein bewussterer Umgang mit Stress und bei vielen auch weniger Tierprodukte auf dem Teller. Der Veganuary, eine Wortschöpfung aus "vegan" und "January", bietet dafür einen klaren Rahmen. Einen Monat lang steht Pflanzenkost im Mittelpunkt, ohne dass gleich das ganze Leben auf den Kopf gestellt werden muss. Statt Verzichtprogramm geht es um Neugier, Alltags¬tauglichkeit und ein bisschen Experimentierfreude in der Küche.

Was hinter dem Veganuary steckt

Veganuary ist eine internationale Kampagne der gleichnamigen gemeinnützigen Organisation, die seit 2014 Menschen ermutigt, im Januar eine rein pflanzliche Ernährung auszuprobieren. Inzwischen nehmen weltweit Millionen Personen teil. Für Januar 2025 geht Veganuary von rund 25,8 Millionen Teilnehmenden aus.

Die Idee ist einfach. 31 Tage vegan essen, begleitet von Rezepten, Infos und Einkaufstipps. Medien greifen das Thema auf und zeigen, dass vom Frühstück bis zum Festessen praktisch jede Lieblingsspeise auch ohne tierische Produkte gelingt. Die Motivation ist vielfältig. Viele Menschen möchten das Tierleid verringern, andere ihren ökologischen Fußabdruck verkleinern oder etwas für die eigene Gesundheit tun. Umweltorganisationen wie der WWF betonen, wie stark besonders die Fleisch- und Milchproduktion das Klima und den Flächenverbrauch beeinflussen. Ein pflanzenbetonter Monat kann hier ein sichtbares Zeichen setzen.

Ein Monat, der nachwirkt

Der Veganuary ist bewusst zeitlich begrenzt. Die Hürde, für immer vegan zu leben, wirkt für viele zu hoch, aber vier Wochen erscheinen machbar. Laut einer Auswertung der Kampagne bleiben mehr als ein Viertel der Teilnehmenden auch Monate später komplett vegan, die Mehrheit reduziert Tierprodukte deutlich.

Selbst wer danach wieder Mischkost isst, nimmt oft neue Gewohnheiten mit, vom Haferdrink im Kaffee über häufigere Linsengerichte bis zu weniger Wurst auf dem Brot. Auch im Handel hat das vegane Angebot in kurzer Zeit rasant zugelegt. Der Markt für pflanzliche Alternativen hat sich in Deutschland in den letzten Jahren deutlich vergrößert.


Gemeinsam kochen  – mit frischen Zutaten entstehen schnell neue vegane Lieblingsgerichte. / Foto: freepik.com

Tipps für den Einstieg – klein anfangen, groß staunen

Für den Start hilft es, nicht die komplette Küche über Nacht umzubauen. Sinnvoll ist ein Blick auf die Alltagsroutine. Ein veganes Frühstück, ein pflanzliches Lieblingsgericht pro Woche und später vielleicht ein ganzer veganer Tag sind ein guter Anfang. Kochportale stellen einfache Rezepte bereit, von Gemüse-Currys über Ofengemüse bis zu Lasagne mit Linsenbolognese.

Hilfreich ist ein grober Wochenplan. Welche Gerichte passen zu Arbeit, Familie und Freizeit? Hülsenfrüchte wie Linsen oder Kichererbsen, Vollkornnudeln, Reis, Nüsse und saisonales Gemüse bilden die Basis. Wer gerne backt, entdeckt vegane Klassiker wie Bananenbrot oder Muffins mit Pflanzenöl statt Butter. Wichtig ist weniger Perfektion als eine gewisse Leichtfüßigkeit. Wenn ein Gericht misslingt, bleibt es ein harmloses Küchenexperiment und wird nicht zum moralischen Versagen.

Einkaufen ohne Stress – Orientierung im Regal

Damit der Veganuary nicht am Ladenregal scheitert, lohnt sich ein genauer Blick auf Kennzeichnungen. Vegan-Logos, Zutatenlisten und Bio-Siegel geben Orientierung. Viele Supermärkte und Discounter bieten mittlerweile ein großes Sortiment, welches von Brotaufstrich über Pflanzendrinks bis zu Fleisch- und Fischalternativen reicht.

Wer sich unsicher ist, findet bei Organisationen wie Veganuary, WWF oder in Magazinen wie Schrot&Korn alltagstaugliche Einkaufs- und Vorratstipps, inklusive Hinweisen zu Nährstoffen wie Vitamin B12 oder Eiweißquellen aus Pflanzen.

Vegan im Alltag – Genuss statt Dogma

Im Restaurant helfen kurze Nachfragen oder ein Blick auf die Beilagenkarte, um ein Gericht spontan zu "veganisieren". In der Kantine sind oft bereits pflanzliche Optionen vorhanden, auch wenn sie nicht groß beworben werden. Und wer eingeladen ist, bringt einfach ein veganes Gericht mit.

Mit etwas Routine entsteht ein neuer Blick auf den Teller. Gemüse rückt in den Mittelpunkt, Gewürze bekommen mehr Bühne, und die eigene Rezeptsammlung wächst. Man merkt schnell, dass es weniger um Verbote geht, sondern um neue Lieblingsgerichte.

Veganuary – ein Monat mit Langzeitwirkung

Der Veganuary bietet die Chance, eine pflanzliche Ernährung ohne Druck auszuprobieren. Wer neugierig bleibt, beim Einkaufen bewusst wählt und sich Schritt für Schritt an neue Rezepte herantastet, stellt nach einem Monat oft überrascht fest, dass nicht der Verzicht im Mittelpunkt steht. Viel wichtiger ist die Erfahrung, wie abwechslungsreich und kreativ eine vegane Küche sein kann.