Nach der gekippten Bürgermeisterwahl in Strausberg steht eine neue Wahl in der Stadt an. Doch zum konkreten Ablauf sind noch Fragen offen. Die bisher siegreiche Bürgermeisterkandidatin muss nach Angaben des Landkreises dennoch am 6. Mai ihr Amt antreten - zumindest vorerst. Der Landkreis ist die Aufsichtsbehörde.
Die Stadtverordnetenversammlung in Strausberg stimmte am Montagabend mehreren Wahleinsprüchen zu und erklärte die Bürgermeisterwahl für ungültig. Der Grund: Im Raum stand der Verdacht einer Wahlmanipulation. Allerdings sind Klagen gegen die Entscheidung des Stadtparlaments möglich.
Seit Monaten schwelt ein Streit um die Bürgermeisterwahl. Der Landrat des Kreises Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt, hatte die Hauptwahl im Februar wegen möglicher Unregelmäßigkeiten für ungültig erklärt. Es geht um mögliche Wahlmängel, weil das Postfach der Stadt für Wahlbriefe in einer Postfiliale war, die Bürgermeisterkandidat Patrick Hübner betreibt. Der wies den Verdacht der Manipulation stets zurück.