Auch nach der Einstellung des Ermittlungsverfahrens in der Ticket-Affäre gerät Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) im Stadtparlament wieder unter Druck. Ein Abwahlantrag habe mit 29 Unterschriften von Stadtverordneten die nötige Unterstützung erreicht, teilte die Stadtfraktion BVB/Freie Wähler mit. Sie hatte den Abwahlantrag gegen Schubert initiiert.
Abgewählt ist der OB damit aber noch lange nicht. Wie es mit dem Antrag weitergeht, wird erst im neuen Jahr entschieden. Zunächst muss der Abwahlantrag ins Stadtparlament eingebracht werden, es hat 56 Abgeordnete. Am Ende eines festgelegten Prozedere ist ein Bürgerentscheid möglich. Ein erster Abwahlantrag gegen Schubert war im Sommer gescheitert.
In einer Mitteilung der Stadtfraktion von BVB/Freie Wähler hieß es, der Abwahlantrag erhalte fraktionsübergreifend Zuspruch und solle für einen personellen Neuanfang sorgen. «Wir geben somit den Potsdamer Bürgern die Möglichkeit, ihr politisches Urteil über den Oberbürgermeister zu fällen.»